GASTHAUS RUF SEEFELD – bayerische Küche

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr an freien Tagen aufwacht und Lust habt ein wenig raus in die Natur zu fahren? Ihr habt Zeit, ein Auto und Hunger? Ja? Sehr gut! Denn mir ist dieses Gefühl mehr als bekannt. Kürzlich ging es mir nämlich wieder mal so und ich setzte mich mit meiner Begleitung ins Auto und fuhr nach Seefeld, nahe des Ammersees. Unser Ziel war erneut das Gasthaus Ruf – bekannt für top bayerische Küche. Schon einmal verschlug es mich und meine Begleitung aufgrund eines Leser-Tipps hier her und wir waren rundum zufrieden. So sprach für mich nichts dagegen meine erneut aufkommenden Gelüste nach bayrischem Essen wieder im Gasthaus Ruf zu stillen. Erneut eine gute Entscheidung. Da ich nun also zweimal sehr gut in diesem Restaurant gegessen habe und man bayerische Küche einfach mögen muss, möchte ich euch diesen Tipp selbstverständlich nicht vorenthalten, sowie animieren eine kleine Reise durchs Grüne auf euch zu nehmen und dort zu speisen.

Gasthaus Ruf in Seefeld: Gemütliches Ambiente und bayerisches Know How
Seefeld liegt ca. 20 Autofahrminuten von München entfernt und ist von München aus über die A96 erreichbar. Sobald ihr angekommen und eingetreten seid, werdet ihr merken, dass ihr hier in einem optisch zunächst typisch bayerischen Restaurant bzw. Gasthaus gelandet seid. Viel helles Holz in Form von Holzdecken, Holzbar, Holzmöbeln. Karierte Tischdecken, frische Blumen direkt neben den „Bierfuizln“ auf jedem Tisch, weiche Sitzkissen auf den Stühlen und Lampen über den Tischen, wie sie bayerischer nicht sein könnten. Das Gasthaus ist gemütlich und urig zugleich. Unterteilt in drei unterschiedliche Räume – einen Gastraum und zwei Stüberl, so wie einen kleinen zusätzlichen Raum für Gruppen bis zu 12 Personen, bietet das Gasthaus insgesamt Platz für 180 Personen. Bei meinem Aufenthalt hatte ich die Gelegenheit mir alle Räume und sogar den dazugehörigen Weinkeller anzuschauen. Durch diesen unterscheidet sich das Gasthaus Ruf in meinen Augen ganz deutlich von vielen anderen bayerischen Restaurants. In diesem kann nämlich neben `fein essen´auch noch `ordentlich gefeiert´werden. Während in den Stüberln und im Hauptgastraum eben die bayerischen Gerichte serviert werden, kann im unten gelegenen Weinkellern gegessen, getrunken und ausgiebig gefeiert werden – auf Wunsch auch mal bis spät in die Nacht.

Doch selbst damit ist noch nicht alles Besondere erwähnt, denn das Gasthaus Ruf ist zum einen ein reiner Familienbetrieb, welcher heuer sein 150 (!) jähriges Bestehen feiert und verfügt zum anderen über eine eigene Metzgerei mit Schlachtung. Wahre Fleischfans, welche sich ein wenig mit der Materie auskennen, wissen, dass das Schlachten bzw. die Richtlinien der eigenen Schlachtung in Deutschland nicht zu verachten sind und dem zu Folge nur sehr wenige Restaurants aus eigener Schlachtung anbieten können. So zählt das Restaurant mit der direkt nebenan gelegenen Metzgerei, dem großzügigen Weinkeller, in welchem auch Weinverkostungen abgehalten und gebucht werden können, dem exzellenten Essen, sowie dem freundlichen Service ab sofort definitiv zu meinen Lieblingen für `bayerisches Feeling pur´was das Münchner Umland angeht.

Gasthaus Ruf – die Speisekarte und unsere Auswahl
Jetzt aber mal zum Essen vom Gasthaus Ruf: Direkt nach dem Eintreten von meiner Begleitung und mir wurden wir wahrgenommen und nach Reservierung bzw. Tischwunsch gefragt. Sitzt man dann erst einmal an einem der insgesamt 32 gemütlichen Tische, dauert´s auch nicht mehr lang und die Speisekarten liegen vor euch. Die Karte bietet eine wechselnde Tageskarte mit unterschiedlichen Gerichten – überwiegend Fleischgerichten – an. Natürlich ist Fleisch hier der Fokus, dennoch ist mit Kässpatzen, Gemüseplatte mit Ei oder auch gefüllten Maultaschen auf Salat auch an die Vegetarier gedacht. Die Speisekarte ist neben der Tageskarte unterteilt in Aperitifs, kalte Vorspeisen, Suppen, Salate, Brotzeiten, Klassiker, Fisch-, Grill- , Pfannengerichte und Desserts. Neben den Klassikern wie Schnitzel, Schweinsbraten, Sauerbraten und Bauernente, gibt´s auch noch die jeweilige Tagesempfehlung. Von der Kalbsleber, dem Sparnferkel, über ungarisches Gulasch mit Semmelknödel bis hin zum Schwabenteller mit gebratenen Schweinemedallions – die Karte lässt keine (bayerischen) Wünsche offen.

Ich selbst habe hier nun durch meine zwei bisherigen Besuche eine französische Zwiebelsuppe mit Käsetoast , eine Kürbiscremesuppe und kürzlich eine Schwarzwurzelsuppe mit Trüffelöl als Vorspeisen gemeinsam mit meiner Begleitung genossen. Die Suppen hier sind super und ihr solltet unbedingt eine Vorspeise vor den Hauptgerichten bestellen. Als Hauptspeisen gab es dann für uns Sauerbraten vom Jungrind in Rotweinsoße mit Kartoffelknödel und Salat, hausgemachte Käsespätzle mit Röstzwiebeln und gemischtem Salat, sowie die oben erwähnte bunte Gemüseplatte mit Spiegelei, Salzkartoffeln und Sauerrahm. Bei der Bewertung der Speisen kann ich es kurz machen: Perfekt. Sehr saftiges und zartes Fleisch, großzügige Portionen und auch sehr käsige und feine Kässpatzen. (Ich bekam schon sehr oft in anderen Restaurants bei der Bestellung von Kässpatzen, Spätzle mit drei Brösel Streukäse serviert. Gute Kässpatzen sind also wohl nicht so einfach, wie man meinen mag. Im Gasthaus Ruf definitiv Top statt Flop!) Das Essen hier ist einfach super. Wer mich regelmäßig liest weiß, dass ich der bayerischen Küche sehr angetan bin und schon oft enttäuscht war, wenn große, in der Stadt sehr bekannte bayerische Restaurants eher „Masse statt Klasse“ und „Ach, die nächsten Touristen kommen schon!“ an Stelle von freundlichem Service und authentisch-bayerischem Essen walten lassen. Da lohnt sich in meinen Augen eine kurze Autofahrt ins Umland gleich noch mehr. Hier werdet ihr freundlich empfangen, jeder Gast wird nett bedient und das Essen schmeckt besser als in manch bekanntem Innenstadt-Lokal in München.

Was ebenfalls erwähnt werden sollte: Neben dem Restaurantbereich gibt es für die kälteren Monate im Jahr eine Winteralm, in welcher ebenfalls gemütlich im beheizten Raum zusammen gesessen und gegessen werden kann. Sehr heimelig und „griabig“, wie wir Bayern sagen.

 

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